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| Klassifizierung
(gem. WHO-Report ^95 und '98) |
BMI kg/(m)² |
| Magersucht |
<17,6 |
| Untergewicht |
17,6 - 18,4 |
| Normalgewicht |
18,5 - 24,9 |
| Übergewicht |
25,0 - 29,9 |
| Adipositas
Grad I |
30,0 - 34,9 |
| Adipositas
Grad II |
35 - 39,9 |
| Extreme
Adiopsitas Grad III |
> 40 |
Mehr
und kompetente Infos zum BMI, Magersucht und Fettsucht
gibts auf der Website
der Uni Düsseldorf.
Da Computerfehler die Berechnung beeinflussen können,
sollten Sie Sich an Ihren Arzt wenden, falls Sie das Resultat
beunruhigt.
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Liegt
der BMI-Wert über 30, so ist das Übergewicht behandlungsbedürftig.
Auch bei einem BMI zwischen 25 und 29,9 wird eine Behandlungsempfehlung
gegeben, wenn gleichzeitig Begleiterkrankungen auftreten.
Man geht davon aus, daß ungefähr die Hälfte der erwachsenen
Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland übergewichtig
ist. Übergewichtige Menschen haben eine geringere Lebenserwartung.
Übergewicht
sollte nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit
reduziert werden. Auch bei verschiedenen Erkrankungen,
die eine Gewichtsreduktion mit sich bringen, wie z.
B. Tuberkulose oder Krebs, ist eine Behandlung von Übergewicht
nicht sinnvoll. Leiden Übergewichtige gleichzeitig an
einer chonischen Erkrankung, so muß hier der Nutzen
gegen das Risiko abgewogen und eine individuelle Entscheidung
zur Behandlung des Übergewichts getroffen werden. Diese
individuelle Entscheidung ist auch bei Menschen im höheren
Lebensalter wichtig. Hier sollte man besonders auch
an die Lebensqualität in den letzten Lebensjahren denken.
Anorexia nervosa (Magersucht):
Magersucht
ist eine Störung des Eßverhaltens, die durch seelische
Probleme ausgelöst wird. 95 Prozent aller Betroffenen
sind Frauen. Oft beginnt die Magersucht in der Pubertät.
Ein ermaliges Auftreten der Erkrankung nach dem 25.
Lebensjahr sind selten. Allerdings nimmt die Zahl der
Frauen, die ab dem 30. Lebensjahr magersüchtig werden,
zu. Die Sterblichkeit ist mit 8 bis 12 Prozent sehr
hoch.
Essstörungen,
wie die Anorexia nervosa sind sehr stark von den gesellschaftlichen
Bedingungen geprägt. Als "Massenerkrankung"
kommen sie v.a. in den westliche Insdustrieländern vor.
Auch die Erhebung der Magersucht als Schlankheits- bzw.
Schönheitsideal für Frauen ist in Industrienationen
vorherrschend. Das Krankheitsrisiko ist bei den Mädchen
am größten, deren Familien stark erfolgsorientiert sind.
Magersüchtige
verleugnen ihren Hunger und sehen nicht ein, daß sie
krank sind. Sie nehmen ihren Körper nicht in einer realistischen
Weise wahr. Oft fühlen sie sich immer noch zu dick,
obwohl ihr Körper tatsächlich völlig ausgezehrt ist.
Diese Körperbildstörung ist ein Teil der Krankheit.
Die
Anorexie kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen,
v.a. kommt es zu Stoffwechselstörungen und Störungen
im Elektrolythaushalt. Eine Schilddrüsenunterfunktion
kann entstehen. Durch die mangelnde Versogung mit Nährstoffen
kommt es zu Haut- und Haarerkrankungen. Bei magersüchtigen
Mädchen bleibt häufig die Regelblutung aus. Viele leiden
unter chronischer Verstopfung. Wenn die Magersucht mit
künstlich herbeigeführtem Erbrechen verbunden ist, kommt
es oft zu Zahnschäden (Karies) und zu einer chronischen
Entzündung der Ohrspeicheldrüsen (Parotitis). Bei der
Hälfte der Betroffenen kommt es zu schweren Depressionen
und sozialer Isolation. In dieses Fall ist die Suicidgefahr
besonders hoch. Die Depression ist dabei oft die unmittelbare
Folge der Untergewichtigkeit, d.h.: allein das Dünnsein
macht ab einer gewissen Grenze schon depressiv (deswegen
verlangen die meisten Psychotherapie-Kliniken auch ein
Mindestaufnahmegewicht).
Bulimie (Ess-Brechsucht):
85
Prozent der Betroffenen sind Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen
nimmt ständig zu und ist mit 3 Prozent bei den 15 bis
35jährigen höher, als die Neuerkrankungen bei der Magersucht.
Häufig tritt die Bulimie als Folge bzw. nach einer Anorexia
nervosa auf. Dabei kann es möglicherweise zu Übergangsstadien
kommen.
Eß-Brech-Süchtige
leiden unter Eßanfällen, manchmal von den Patienntinnen
selber als "Freßanfälle" bezeichnet. Meistens
werden zwischen 3.000 und 10.000 kcal pro Tag aufgenommen.
In Extremfällen kann ein Betroffener bis zu 30.000 kcal
in sich hineinstopfen. Nach dem Essen wird dann sofort
Erbrechen herbeigeführt. Meistens schämen sich die Betroffenen.
Die Gier nach Essen und das auf den Eßanfall folgende
Brechen werden fast immer verheimlicht. Dennoch erkennen
die Betroffenen sehr deutlich, daß sie krank sind. Der
Leidensdruck ist meist erheblich. Außenstehende merken
meistens nicht von der Bulimie, weil Eß-Brech-Süchtige
häufig gar kein oder nur wenig Übergewicht haben und
sie es oft verstehen das Erbrechen so unauffällig zu
gestalten, daß es bspw. dem Partner gar nicht auffällt.
Wenn
Bulimie lange unbehandelt bleibt, kann es zu schweren
körperlichen und psychischen Folgeerkrankungen kommen:
Zu den psychischen Folgen gehören Depressionen, Schuldgefühle
und geringes Selbstwertgefühl sowie akute Selbstmordgedanken.
Körperliche Folgen können u. a. sein:
Entzündungen der Speicheldrüsen
Zahnschädigungen (Karies)
Risse in der Speiseröhre und in der Magenwand
Haarausfall, brüchige Nägel, trockene Haut
niedriger Blutdruck
Ödeme
Menstruationsstörungen
Störungen des Stoffwechsels
Herz-Rhythmus-Störungen
Oft
ist die Bulimie mit erheblichen Geldausgaben für Nahrungsmittel
verbunden, die zu sozialen Problemen (Verschuldung etc.)
führen kann.
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