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Zu den
Spätfolgen einer Streptokokkeninfektion gehört das
akute rheumatische Fieber
Ein
unbehandelter Scharlach kann sich lokal weiter ausbreiten,
z. B. auf Mittelohr und Nasennebenhöhlen.
Spätkomplikation äußert sich als rheumatisches
Fieber mit Herz- und Gelenkentzündungen oder als Nierenentzündung.
Gefürchtet, aber sehr selten ist der toxische Scharlach.
Der Körper wird mit Bakteriengift überschwemmt,
wodurch es zu extremem Fieber, Blutungen, Bewusstseinstrübung
und schließlich zum tödlichen Herzversagen kommt.
Impfung?
Eine
Impfung ist nicht möglich.
Bei
Verdacht auf Ansteckung können Antibiotika vorsorglich
gegeben werden.
Windpocken,
Wasserpocken
Erreger:
Virus aus der Gruppe der Herpesviren
Übertragung:
Tröpfcheninfektion z.B. durch Husten, Niesen oder Sprechen
eben durch die Luft - den Wind und Kontakt mit Flüssigkeit
der Windpockenblasen.
Inkubationszeit:
( Zeit vom Anstecken bis zum Ausbruch der Krankheit) zwischen
14 und 17 Tagen, 7 bis 21 Tage möglich.
Ca.
2 Tage vor Ausbruch des Ausschlages schon ansteckend.
Symptome:
-
Kopf- und Gliederschmerzen, leicht erhöhtes Fieber.
-
Hautausschlag beginnend als kleine rote Flecken, die sich
innerhalb von Stunden zu Bläschen entwickeln. Nach 1
bis 2 Tagen bilden diese Bläschen eine Kruste.
- Innerhalb von drei bis sechs Tagen kommen neue Bläschen
hinzu.
-
Der Hautausschlag juckt meist stark.
-
Er beginnt in der Regel auf dem Rumpf und im Gesicht, er kann
sich aber auch auf den Haarboden, die Arme und die Beine ausbreiten.
Die Schleimhäute (insbesondere im Mund) und die Geschlechtsorgane
können ebenfalls betroffen sein.
Kinder
sind meist nur leicht angeschlagen.
Therapie:
-
Die Therapie erfolgt symptomatisch, um den Juckreiz zu mildern,
- Bläschen mit Tinktur bepinseln (Zinkhaltige Paste,
die die Bläschen eintrocknen soll.)
- Medikamente gegen Juckreiz.
Tips:
-
Aufpassen, dass nicht gekratzt wird, da es sonst zu bakteriellen
Infektionen kommen kann.
- Die Fingernägel kurz halten evtl. Handschuh anziehen.
- Bei Blässchen im Mund mit Kamillentee ausspülen.
- Starken Juckreiz mit Medikamenten behandeln, die Ihnen der
Arzt verschreibt.
- Kalte Umschläge mit Kamillentee helfen gegen den Juckreiz.
- Ziehen Sie Ihrem Kind luftige Kleidung an, da enge Kleidung
den Juckreiz verstärken kann.
- Erst baden, wenn die Bläschen verkrustet sind, da sie
sich sonst leicht entzünden können.
Komplikationen:
-
Infektion der Bläschen mit Bakterien durch aufkratzen,
dadurch Narbenbildung möglich.
- Die Augen oder die Lungen können sich entzünden.
-Hirnhautentzündung
ist die gefürchtetste Komplikation.
-
Bei einer Infektion von Schwangeren kann es zwischen der 8.
und der 21.SSW in ca.1% der Fälle zu Fehlbildungen des
Ungeborenen kommen.
-
Eine Person, die Windpocken gehabt hat, kann Jahre später
an einem schmerzhaften, als Gürtelrose bekannten Hautausschlag
erkranken.
Impfung?
Angezeigt
bei allen Personen, die keine Abwehrkörper gegen diese
Erkrankung haben, wenn bei ihnen gleichzeitig eine Leukämie
oder schwere Neurodermitis besteht, wenn sie immununterdrückende
Medikamente bekommen oder eine Organtransplantation geplant
ist.
Keuchhusten
Erreger:Bakterien,
Dieses Bakterium setzt ein spezifisches Gift frei, es setzt
sich an die Schleimhäute des Atemtraktes und es entsteht
eine Entzündung, die diesen zähflüssiger Schleim
bildet, der dann zu den charakteristischen Hustenanfällen
führt.
Übertragung:
Tröpfcheninfektion z.B. durch Husten, Niesen oder Sprechen,
Die
Ansteckungsgefahr ist sehr hoch!
Inkubationszeit:
( Zeit vom Anstecken bis zum Ausbruch der Krankheit) zwischen
7 bis 14 Tage, Ansteckungsgefahr besteht unbehandelt vom ersten
Husten bis etwa fünf Wochen danach.
Symptome:
Niesen,
Schnupfen, manchmal Heiserkeit. Zu Beginn kaum Fieber. Uncharakteristischer
Husten, Dauer ca 1 - 2 Wochen
Der
Husten wird heftiger, besonders nachts häufen sich die
Attacken. Es wird zäher, glasiger Schleim ausgehustet,
danach kommt es häufig zu Würgen und Erbrechen.
Diese
typischen Hustenanfälle können sich über mehrere
Wochen hinziehen.
Therapie
-
Die Ansteckungsgefahr besteht bis 5 Tage nach Beginn der Einnahme
des Breitbandantibiotikums.
- Inhalation, um den Schleim zu lockern
-
viel Flüssigkeitszufuhr, um den Schleim leichter aushusten
zu können (verdünnen!)
Tipps:
-
Atemluft anfeuchten (feuchte Handtücher im Zimmer aufhängen)
- Inhalationen um den Schleim lösen
- bei Hustenanfall Kind aus dem Bett nehmen, beruhigen
- nasskalter Waschlappen auf Brustkorb, um Atmungsaussetzer
zu verhindern
Komplikationen
Manchmal gerät Erbrochenes in die Luftröhre,
was als Komplikation eine Lungenentzündung verursachen
kann. Auch Krampfanfälle nach Bewusstlosigkeit infolge
der Atmungsaussetzer auf der Höhe des Hustenanfalls sind
möglich.
Keuchhusten
junger Säuglinge
Meist
besonders schwere Verläufe. Die Hustenanfälle sind
schwächer, statt dessen kann es zu einem plötzlichen
Atemstillstand kommen. Kleine Kinder mit Keuchhusten sollten
im Krankenhaus überwacht werden.
Impfung
Im
Rahmen der Vierfachimpfung (Diphtherie, Tetanus, Pertussis,
Haemophilus) ab dem 3. Lebensmonat.
Röteln
Erreger:Rötelvirus,
genannt Rubivirus
Übertragung: Tröpfcheninfektion
z.B. durch Husten, Niesen oder Sprechen
Inkubationszeit ( Zeit vom Anstecken bis Ausbruch der
Krankheit) zwischen 14 - 16 Tage
Symptome:
-
typische feiner, hellrosa Hautausschlag, der im Gesicht beginnt,
sich über Körper und Extremitäten ausbreitet
und nach 1-3 Tagen wieder verschwindet.
-
häufig durch Schwellungen der Lymphknoten begleitet,
insbesondere hinter den Ohren und am Hinterkopf. Manchmal
kommt leichtes Unwohlsein oder Fieber (grippale Symptome)
hinzu.
- Relativ typisch sind auch leichte Gelenkbeschwerden
Therapie:
Wie
bei den meisten Virus-Erkrankungen steht ein spezifisches
Medikament, wie z.B. die Antibiotika bei bakteriellen Erkrankungen
nicht zur Verfügung. Die Therapie erfolgt daher symptomatisch.
Tips:
-
Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken.
-
Sorgen Sie für Ruhe, sofern das Kind dies mitmachen will.
-
Bei Fieber sollte Ihr Kind möglichst trinken. Bei Bedarf
können Sie auch Wadenwickel machen oder nach Absprache
mit dem Arzt Fieberzäpfchen geben.
Komplikationen
Die am meisten gefürchtete Komplikation ist die Infektion
mit dem Rötelnvirus während der Schwangerschaft.
Hier sind starke Organmissbildungen des Embryos zu erwarten.
Bei Kindern verlaufen Röteln meist harmlos, in seltenen
Fällen kann jedoch eine Hirnhautentzündung (Meningitis)
oder eine Blutgerinnungsstörung auftreten. Ältere
Kinder und Erwachsene bekommen durch die Infektion gelegentlich
Gelenkschmerzen.
Impfung
Kombinationsimpfung
mit Masern, Mums und Röteln
- erste Impfung im 12 bis 15 Lebensmonat
- zweite Impfung mit 5 bis 6 Jahren
Die Rötelerkrankung in der Schwangerschaft gefährdet
das Ungeborene. Deshalb sollten alle junge Frauen im gebärfähigen
Alter rechtzeitig vor Eintritt einer Schwangerschaft überprüfen
lassen, ob sie gegen Röteln immun sind.
Masern
Erreger:Masernvirus
Übertragung: Tröpfcheninfektion z.B. durch Husten,
Niesen oder Sprechen
Inkubationszeit ( Zeit vom Anstecken bis zum Ausbruch
der Krankheit) zwischen 9 und 11 Tagen, maximal 2 Wochen.
Symptome:
Zwei aufeinanderfolgende Stadien
1. Stadium: grippeähnlichen Symptome wie Abgeschlagenheit,
Müdigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, durch Reizung der
Bindehaut des Auges bestehen ausgeprägte Lichtscheuheit
sowie ein verstärkter Tränenfluss.
Ab dem 2. bis 3. Tag der Erkrankung treten an der Wangenschleimheit
weißliche, kalkspritzerähnliche, festhaftende Beläge
auf, die von einem geröteten Hof umgeben sind. Diese
Veränderung bezeichnet man als Koplik-Flecken. Sie sind
kennzeichnend für die Masernerkrankung.
Am 3. Erkrankungstag tritt eine Rötung der übrigen
Mund- und Rachenschleimhaut auf. Zu diesem Zeitpunkt findet
sich auch der erste Gipfel der Fieberkurve. Das erste Stadium
dauert ca. 4 bis 5 Tage.
2. Stadium: beginnt mit dem zweiten steilen Fieberanstieg.
Die Symptome des ersten Stadiums verstärken sich. Zusätzlich
tritt jetzt ein dunkelroter, großfleckiger, unregelmäßig
begrenzter Hautausschlag auf, der hinter den Ohren beginnt,
sich dann über Gesicht und Hals ausbreitet und nach 3
Tagen auch den Körperstamm und die Extremitäten,
also Arme und Beine, bedeckt.
Bei
unkompliziertem Krankheitsverlauf schließt sich an das
Exathemstadium die Erholung an. Der Hautausschlag verblasst,
wobei sich die Haut schuppt. Die übrigen Symptome bilden
sich ebenfalls langsam zurück. Die Phase der Erholung
dauert ca. 2 Wochen.
Therapie
Wie
bei den meisten Virus-Erkrankungen steht ein spezifisches
Medikament, wie z.B. die Antibiotika bei bakteriellen Erkrankungen,
bisher nicht zur Verfügung. Die Therapie erfolgt daher
symptomatisch. Pflegerische Maßnahmen und Bettruhe stehen
im Vordergrund. Bei einer Infektion der Bindehaut des Auges,
die mit Lichtscheuheit einhergeht, sollten die Patienten in
abgedunkelten Räumen untergebracht werden. Treten Komplikationen
auf, sind diese gezielt zu behandeln.
Tips:
- Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken.
- Sorgen Sie für Ruhe, soweit das Kind dies mitmachen
will.
- Bei Fieber möglichst viel trinken. Bei Bedarf können
Sie auch Wadenwickel machen oder nach Absprache mit dem Arzt
Fieberzäpfchen geben.
- Während der Masernerkrankung reagieren manche Kinder
sehr empfindlich auf Licht. Sie fühlen sich in leicht
abgedunkelten Räumen wohl. Direkter Lichteinfall sollte
vermieden werden.
- Bei starkem Hustenreiz können Sie - ebenfalls nach
Absprache mit dem Arzt - hustenstillende Medikamente geben.
Eine feuchte Raumluft kann in der Nacht hilfreich sein. Sie
können beispielsweise feuchte Handtücher im Zimmer
aufhängen.
- Bei folgenden Symptomen sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen:
anhaltendes hohes Fieber, Ohrenschmerzen, Kurzatmigkeit oder
Atemnot, starke Kopfschmerzen, steifer Hals, Nackenschmerzen,
brennende lichtempfindliche Augen.
Schicken Sie ihr Kind erst ein bis zwei Wochen nach der Krankheit
wieder in den Kindergarten oder in die Schule, damit sich
seine Abwehrkräfte erholen können. Direkte Ansteckungsgefahr
ist bis zum Abklingen der Symptome gegeben.
Komplikationen:
- Komplikationen sind verhältnismäßig
häufig.
- Es können die Atemwege, das Gehirn, Organe der Bauchhöhle
betroffen sein.
- Lungenentzündung
- Gehirnentzündung,
Impfung?
-
Kombinationsimpfung mit Masern, Mums und Röteln
-
erste Impfung im 12 bis 15 Lebensmonat
-
zweite Impfung mit 5 bis 6 Jahren
Mumps,
Ziegenpeter
Erreger:Virus
Übertragung: Tröpfcheninfektion z.B. durch Husten,
Niesen oder Sprechen, Geschirr, Besteck oder durch unmittelbaren
Kontakt wie z.B. Küssen.
Inkubationszeit ( Zeit vom Anstecken bis Ausbruch der
Krankheit) zwischen 17 bis 21 Tage
Eine Ansteckung ist bereits ca. eine Woche vor der auftretenden
Schwellung möglich.
Symptome
Nach
einer kurzen Phase mit Fieberanstieg, Kopf- und Gliederschmerzen
kommt es zur schmerzhaften Schwellung der Ohrspeicheldrüsen.
Möglich
ist eine ein- als auch beidseitige Schwellung (gering oder
auch massiv).
Die Schwellung ist besonders beim Kauen äußert
schmerzhaft.
Nach
etwa einer Woche klingen die Symptome ab.
Therapie
Wie
bei den meisten Virus-Erkrankungen steht ein spezifisches
Medikament, wie z.B. die Antibiotika bei bakteriellen Erkrankungen,
bisher nicht zur Verfügung. Die Therapie erfolgt daher
symptomatisch.
Tips:
-
Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken.
- Sorgen Sie für Bettruhe, soweit das Kind dies mitmachen
will.
- Bei Fieber sollte Ihr Kind möglichst trinken. Bei Bedarf
können Sie auch Wadenwickel machen oder nach Absprache
mit dem Arzt Fieberzäpfchen geben.
- Halswickel lt. Arzt
- Rotlichtbestrahlung lt. Arzt
- flüssig-breiige Kost
- Trinken mit Strohhalm
- Verhinderung von Soor (Pilzinfektion)
Komplikationen
-
Selten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung - leichtere Formen
-
Schäden am Hörnerv mit bleibenden Hörstörungen.
-
Eileiter- oder Hodenentzündungen - nicht bei Kindern
unter 8 - 10 Jahren - kann zur Unfruchtbarkeit führen
-
Bauchspeicheldrüsenentzündung - bei Erwachsenen
(zeigt sich durch Bauchschmerzen und Erbrechen )
Impfung?
-
Kombinationsimpfung mit Masern, Mums und Röteln
-
erste Impfung im 12 bis 15 Lebensmonat
-
zweite Impfung mit 5 bis 6 Jahren
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